Auch in diesem Mai sind in Hagenow und Ludwigslust trauernde Eltern und Familien eingeladen, bei einer Trauerfeier Abschied von ihren Sternenkindern zu nehmen. Oft tun sie das gemeinsam mit Geschwistern, Großeltern und Freunden. Auch Betroffene, für die der Abschied schon längere Zeit zurückliegt, sind willkommen, um ihrer Sternenkinder zu gedenken.
Seit vielen Jahren gibt es auf den Friedhöfen in Hagenow und Ludwigslust jeweils eine besonders gestaltete Gedenk- und Grabstätte für alle Sternenkinder, die dort im Rahmen dieser besonderen Trauerfeiern gemeinschaftlich bestattet werden. In Hagenow findet die Trauerfeier alljährlich am dritten Freitag im Mai, 11 Uhr, statt – in diesem Jahr also am 15. Mai. In Ludwigslust wird am vierten Mittwoch im Mai, 14 Uhr, zu der Trauerfeier eingeladen – somit in diesem Jahr am 27. Mai.
An beiden Orten beginnt die Trauerfeier in der Friedhofskapelle, anschließend wird die Gemeinschaftsurne an der Grabstätte für die Sternenkinder beigesetzt. Trauernde können für ein stilles Gedenken jeweils bereits eine halbe Stunde vor Beginn in die Friedhofskapelle kommen.
Traditionell laden zu diesen Trauerfeiern das LUP-Klinikum Helene von Bülow und die Krankenhausseelsorge in den LUP-Kliniken ein, in Ludwigslust auch gemeinsam mit dem Ambulanten Hospizdienst des Stifts Bethlehem. Die Trauerfeiern hält der Krankenhausseelsorger in den LUP-Kliniken, Pastor Stefan Döbler, gemeinsam mit weiteren haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden. Unterstützt und gestaltet werden diese besonderen Abschiede jedes Jahr auch von Bestattungsinstituten, Kirchengemeinden und ihren Friedhofsverwaltungen sowie weiteren Unternehmen und Einrichtungen. Auch Mitarbeitende der LUP-Kliniken nehmen daran teil.
„Besonders die Trauernden sind sehr dankbar, dass auf diese Weise und mit der verlässlichen Unterstützung aller Beteiligten Jahr für Jahr ein liebevoller Abschied in Würde auf den Friedhöfen hier ermöglicht wird“, so Krankenhausseelsorger Stefan Döbler. „Zudem sind die auf beiden Friedhöfen besonders gestalteten Grabstätten für die Sternenkinder für viele Angehörige ein wichtiger Ort des Gedenkens und der Erinnerung. Danke auch dafür allen, die beständig dafür sorgen.“
Sternenkinder werden im allgemeinen Sprachgebrauch Kinder genannt, die schon verstorben sind, bevor sie das Licht der Welt erblicken konnten. Sind sie noch so klein, dass keine Bestattungspflicht besteht, dann sorgen zum Beispiel Krankenhäuser mit ihren Kooperationspartnern für eine würdige Gemeinschaftsbeisetzung.